Viktor E. Frankl

Man muss sich auch von sich selbst nicht alles gefal­len lassen.
-Viktor E. Frankl

Viktor E. Frankl

Viktor E. Frankl, Dr. med. Dr. phil. Dr.h.c.mult. wurde am 26.03.1905 in Wien geboren und starb dort am 02.09.1997.

Im jüdischen, gehobe­nen Bildungs­bür­ger­tum Wiens aufge­wach­sen, entwi­ckel­te Frankl schon früh seinen Berufs­wunsch Medizin und Psych­ia­trie. Mit 19 Jahren veröf­fent­lich­te er einen ersten Artikel in der von Siegmund Freud heraus­ge­ge­be­nen Fachzeit­schrift.

Nach dem Studi­um arbei­te­te er zunächst mit Alfred Adler zusam­men, bis es an inhalt­li­chen Fragen zum Zerwürf­nis kam. In der Psych­ia­tri­schen Klinik und leite­te er den sogenann­ten „Selbst­mör­der­pa­vil­lon“, wo ca. 3000 Patien­ten mit Selbst­mord­ge­fähr­dung pro Jahr behan­delt wurden.

Er gründe­te in Wien Jugend­be­ra­tungs­stel­len, wo junge Menschen insbe­son­de­re zur Zeugnis­zeit kosten­lo­se Hilfe finden konnten. Die Selbst­mord­ra­te unter Jugend­li­chen in Wien sank dadurch drastisch. Von 1940 an führte er die neuro­lo­gi­sche Abtei­lung des Rothschild­kran­ken­hau­ses, bis er 1942 ins KZ gebracht wurde. Die Erfah­run­gen dieser Zeit sind eindrück­lich von ihm selbst geschil­dert in dem Buch „Trotz­dem Ja zum Leben sagen“.

Die KZ-Zeit nennt er sein „experi­men­tum crucis“. Hier erwies sich in tiefs­tem Leid seine Anschau­ung vom Menschen als tragend. Es gibt eine geisti­ge Dimen­si­on des Menschen, die geisti­ge Person, die unver­sehr­bar und frei ist. Und: der Mensch braucht für sein Leben einen Sinn, eine Orien­tie­rung, die ihm Richtung verleiht. Auf diesen beiden Grund­fes­ten entwi­ckel­te er seine Logothe­ra­pie, deren Grund­werk „Ärztli­che Seelsor­ge“ noch im KZ auf kleinen Zetteln entwor­fen wurde.

  • Ab 1946 bis 1970 war Frankl Vorstand der Wiener neuro­lo­gi­schen Polikli­nik.
  • Er schrieb 32 Bücher, die in 26 Sprachen übersetzt wurden. Er bereis­te alle Konti­nen­te, um wissen­schaft­li­che Vorträ­ge zu halten und erhielt viele Ehren­dok­to­ra­te und wissen­schaft­li­che Auszeich­nun­gen.
  • Seit 1995 ist er Ehren­bür­ger der Stadt Wien.
  • Er war verhei­ra­tet mit Eleono­re Frankl und hat eine Tochter und zwei Enkel.